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M3: Ein denkwürdiger Nachmittag

02.​11.​2026

HSV 1923 Pulsnitz 3. - LHV Hoyerswerda 3.     28:27 (12:19)

 

In meinem letzten Spielbericht, bei der Niederlage in Görlitz, schrieb ich, nach einer Niederlage folgte in dieser Saison immer ein Sieg.... das sogenannte Gesetz der Serie.... es hielt auch an diesem Tag.

Es war kurz nach viertel 4 am Sonntagnachmittag, als sich die HSV-Männer in den Armen lagen. Ein Spiel, dass Spielern und Zuschauern alles abverlangte, wurde wider Erwarten erfolgreich beendet.

Aber auf das „Wie“ müssen wir unbedingt zurückblicken.

Mit nur einem Wechselspieler ging der HSV ins Spiel, der Gegner hatte fast doppelt so viele Aktive im Aufgebot. 

Nach dem 1:1 wurde mit 6 Fehlwürfen bis zur 10. Minute erstmal der Zusestädter-Torhüter „berühmt“ geworfen, was ein 2:9 auf die Anzeigetafel brachte und in der 12. Minute die HSV-Auszeit zur Folge hatte. Zuviele Einzelaktionen, halbherzige Würfe das Thema. In der Folgezeit blieb die Tordifferenz konstant, ein Verkürzen nicht möglich, da auch Zeitstrafen ihren Tribut zollten und die Unterzahlsituationen, mit der ohnehin dünnen Personaldecke, verkraftet werden mussten. Zum Vergleich der HSV erhielt 5 Zeitstrafen, was 10 Minuten Unterzahl im gesamten Spiel bedeutete, der LHV erhielt gerade mal Eine. So ging es mit -7 und einer Trefferquote von nur 40% zur Pausenschorle.

 

Wer sich von den Zuschauern in der Halbzeitpause zum Gehen entschied, machte einen riesen Fehler, denn die Pulsnitzer Männer wussten, sie hatten eigentlich keine Chance mehr und nutzten diese aber nach dem Seitenwechsel. Waren es in der 42. Minute noch -6, so gab es 180 Sekunden später mit 22:23 den Anschlusstreffer. Die Chancenverwertung wurde um knapp 30% gesteigert und hinten machte die Abwehr einen tollen Job, was auch den Torhüter mehr und mehr zum Faktor werden ließ. Auf der LHV-Bank machte sich mittlerweile Nervosität breit. 10 Minuten vor dem Ende, beim Stand von 25:26, die grüne Karte der HSV-Bank. Nach dem erneuten Ausgleich auch wieder Unterzahl, 7 Minuten vor Ultimo. Die Abwehr kämpfte und belohnte sich mit der ersten Führung im Spiel zum 28:27 durch P. Bach und noch 2:30 auf der Uhr, Dramatik pur. Noch 45 Sekunden zu gehen und wieder Zeitstrafe + Strafwurf für den LHV, deren die Gäste 6 Stück bekamen (HSV genau „0“). Nun hatte N. Oswald seinen Auftritt, er parierte zur Freude der Zuschauer. 30 Sekunden später, Foul durch P. Brückner, bedeutete Rot und erneut Strafwurf, da diese Aktion in den letzten 30 Sekunden stattfand. N. Oswald war wieder da und wehrte den Wurf ab. Der Abpraller landete nochmal beim Schützen und N. Oswald vereitelte auch den Nachwurf, avancierte so zum Helden der Schlussminuten.

Der Rest war unbändiger Jubel auf der Platte und bei den Zuschauern. 

Da sieht man was im Handball so möglich ist. Die Mannschaft sollte genügend Motivation und Selbstvertrauen für die nächsten Spiele daraus ziehen.

 

Um den Wirren des Pfefferkuchenmarktes zu entfliehen, reist die Dritte am nächsten Sonntag zum Auswärtsspiel nach Königsbrück. Wer es ähnlich sieht, ist zur Unterstützung des HSV ab 17 Uhr in der Sporthalle der Oberschule herzlich willkommen und gern gesehen.

(StB) 

 

Für den HSV 1923 Pulsnitz 3. spielten: 

Oliver Wendt (4); Peter Brückner (4); Paul-Sebastian Bach (5); Thorben Küster (1); Tobias Kuhnert (5); Oliver Lüttke (7); Dominic Zerbst (2); Im Tor: Nicklas Oswald

 

Bild zur Meldung: M3: Ein denkwürdiger Nachmittag

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