M2: Die Derby-Punkte gehen leider nach Kamenz
HSV 1923 Pulsnitz 2. - HVH Kamenz 26:37 (11:23)
Der HSV musste sich im Spitzenspiel der Regionsoberliga den Mannen aus dem Haselbachtal beugen, da er vor allem in Halbzeit 1 enttäuschte. Der Gegner war mit voller Bank angereist, ein Beleg wie ernst es der HVH nahm, um wohl auch Revanche für die Pokalfinal-Niederlage nehmen zu wollen.
Kamenz erwischte den besseren Start in die Begegnung, denn der HSV hatte in den ersten 10 Minuten bereits 8 Fehlwürfe, was sich mit dem 3:8 auch im Ergebnis widerspiegelte. In der 14. Minute die Auszeit der HSV-Bank. Besserung im Spiel der Gastgeber brachte sie leider nicht. Die Gäste bestraften Fehler mit Tempo und Gegentoren, da auch die HSV-Keeper zu diesem Zeitpunkt nichts zu fassen bekamen. Damit waren es nach 25 Minuten erstmals -10. Der Rückstand zur Pause bedeutete auch eine unterirdische Trefferquote von 41%.
Nach dem Seitenwechsel präsentierte sich der HSV ebenbürtig, der berühmt berüchtigte „Ruck“ ging durch die Mannschaft. Bis zur 41. Minute lautete das Ergebnis auf Halbzeit 2 bezogen, 3:3. Vorangegangen ein parierter Strafwurf von D. Fiebig. Der Kontrahent wurde nun auch durch ein verbessertes Defensiv-Verhalten hin und wieder ins Zeitspiel gezwungen und die eigene Chancenverwertung um knapp 20% verbessert. Der Ballast der 12 Tore-Differenz aus dem 1. Durchgang hatte jedoch bis 6 Minuten vor dem Abpfiff Bestand. Als S. Beyer nochmal einen Siebenmeter abkaufte, schwappte das auf seine Vorderleute zur Resultatskosmetik auf 24:34 über. Mehr war leider nicht drin, der Gast hatte die Partie verdient für sich entschieden, muss man neidlos anerkennen.
Trainer D. Zerbst fasste das Spiel so zusammen: „In der ersten Halbzeit hatte ich das Gefühl, dass wir alle noch nicht so richtig auf dem Spielfeld angekommen waren. Erst ab der 38. Minute haben wir angefangen, dass zu zeigen, was wir eigentlich können. Da haben wir endlich begriffen, dass wir hier ein Derby spielen und nicht ohne Grund Tabellenführer sind.
Natürlich mussten wir krankheits- und verletzungsbedingt einige Ausfälle verkraften. Das darf aber keine Ausrede für unsere Leistung in der ersten Halbzeit sein.
In der zweiten Halbzeit haben wir dann endlich Kampfgeist, Leidenschaft und unseren Handball gezeigt. Diesen Spielabschnitt konnten wir sogar für uns entscheiden und zumindest noch etwas Ergebniskorrektur betreiben.
Jetzt heißt es, die Köpfe nicht hängen zu lassen, das Spiel abzuhaken und die richtigen Lehren daraus zu ziehen. Nächste Woche müssen wir wieder mit freiem Kopf, voller Konzentration und dem nötigen Willen von der ersten Minute an auf der Platte stehen!
Wir wissen, was wir können - jetzt müssen wir es auch wieder über 60 Minuten zeigen!“
Unter dem Strich bleibt folgende vorläufige Konstellation, der HSV bleibt vorerst weiter Tabellenführer, die Kamenzer bleiben weiter verlustpunktfrei, da 2 Spiele weniger. Der weitere Saisonverlauf bleibt also spannend.
Mit nächster Woche ist der 08.11. gemeint, denn da ist schon wieder Pokal, es geht um die Titelverteidigung im Ostsachsenpokal. Zu Gast in Pulsnitz ist die 2. Vertretung von Stahl Rietschen. Anwurf ist 16 Uhr, eine adäquate Veranstaltung zum überlaufenen Pfefferkuchenmarkt. Alle von außerhalb sollten die diffuse Parksituation an dem Wochenende in Pulsnitz beachten....
(StB)
Für den HSV 1923 Pulsnitz 2. spielten:
Ronny Kuban (6); John Eppendorfer (2); Paul-Sebastian Bach (2); David Gersdorf (5/1); Stefan Lembke (2); Jakob Fritsche (6); Stebastian Weißbach; Jannis Bulla (1); Jonathan Spillmann; Dennis Bienek (1); Jonas Richter (1); Im Tor: Steve Beyer; Dominik Fiebig
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