M3: Im Viertelfinale gegen den Favoriten ausgeschieden, aber keinesfalls enttäuscht
HSV 1923 Pulsnitz 3. - LHV Hoyerswerda 2. 27:37 (12:19)
Die letzten Acht gingen am Wochenende im Ostsachsenpokal oder korrekt Regionspokal an den Start. Darunter auch die 3. Männermannschaft des HSV, die empfingen die 2. Vertretung der Zusestädter, welche eine Liga höher spielt und dort aktuell mit Platz 2 gut unterwegs ist. Klar, wem die Favoritenrolle in der Begegnung zufiel.
Eine stimmungsvolle Trommlerkulisse, die unsere Männer von Anfang bis zum Ende des Spiels beeindruckend unterstützte, passte super zum „Pokal-Rahmen“.
Der HSV saugte diese Atmosphäre auf, wollte dem LHV das Leben schwer machen und bot dem Kontrahenten vom Anpfiff weg Paroli. Ein 4:4 in der 4. Minute belegt dieses Ansinnen. Nachfolgend ein parierter Strafwurf vom HSV-Keeper. Doch schon nach 7 Minuten folgt die Auszeit der HSV-Bank beim Stand von 5:8. Es galt die eigenen technischen Fehler zu minimieren. Aber die Gäste erhöhten, auch durch ihre Rückraumschützen, auf 5:11. In der 15. Minute hatten die Hoyerwerdaer Redebedarf. Auf Pulsnitzer Seite wollte man die Rückraumschützen offensiver attackieren, um an der Wurfausübung zu hindern. Die Trefferausbeute war der Knackpunkt im Spiel der Dritten. Nur jeder 2. Wurf fand in der 1. Hälfte den weg in die Maschen, was eine Resultatsverbesserung für den Moment nicht zuließ. So waren es 7 Minuten vor dem Pausenpfiff erstmals -10 (9:19). Aber die HSV-Männer hatten weiter den Kopf oben und verkürzten mit 3 Treffern in Folge, zum Pausenstand und -7.
Nach dem Seitenwechsel versuchte der LHV das Tempo hochzuhalten, um die Abwehr der Gastgeber aufzuweichen, was so nicht gelang, denn der HSV hielt konditionell bis zum Ende mit. Auch die Gäste machten Fehler und lieferten Vorlagen auf dem Silbertablett. Allein die fehlende Kaltschnäuzigkeit bei der Verwertung ließ den Vorspung der Zusestädter nicht schmelzen, obwohl die Pfefferkuchenstädter ihre Chancenverwertung im 2. Abschnitt um knapp 20% verbesserten. So blieb es meist beim 9 Tore vor des Favoriten (14:23 / 16:25). Als die Gastgeber nach 44 Minuten erstmals mit 12 zurücklagen, folgte eine weitere Auszeit der HSV-Bank. Man schwor sich ein, weiter den Kampf anzunehmen und um jedes Tor zu kämpfen. Und tatsächlich konnten sie den Rückstand bis zur 56. Minute auf -8 (26:34) abtragen. Den Endstand zu markieren, blieb dem Kontrahenten vorbehalten.
Aus Sicht der Schiedsrichter war es wohl ein sehr körperloses und nicht sehr umkämpftes Spiel, da in der Begegnung nur eine einzige gelbe Karte verteilt wurde, Zeitstrafen hüben wie drüben, Fehlanzeige...... Die gutbesuchte Halle hätte die ein oder andere 2-Minutenstrafe sicher verstanden und die Mannschaften auch.....
Die HSV-Männer lieferten, trotz der Niederlage, eines der besten Spiele der Saison ab und konnten mit erhobenem Haupt das Spielfeld verlassen, wohlwissend dass sie nun nicht mehr im Lostopf sind.
Am kommenden Samstag geht es in der Liga mit dem Derby gegen die Gäste aus dem Pulsnitztal weiter. 15 Uhr ist Anwurf gegen den Tabellenzweiten, die SG Oberlichtenau. Mit der Leistung aus dem Pokalauftritt und einer stimmungsvollen (Trommler-) Halle, sollte so manches möglich sein.
(StB)
Für den HSV 1923 Pulsnitz 3. spielten:
Tobias Kuhnert (4); Kevin Reisner; Paul-Sebastian Bach (4); Oliver Wendt (4); Christopher Hommel (3); Lucas Hommel (1); Marco Richter (1); David Gersdorf (7/3); Stefan Lembke (1); Peter Brückner (2); Im Tor: Nicklas Oswald; Aron Zschaler
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