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MJE: E-Jugend meistert “Englische Woche” mit Bravour - 6 erfolgreiche Auftritte in nur 4 Tagen

25.​11.​2025

Die vergangene Woche hatte es in sich – auf unsere Jungs warteten innerhalb von 4 Tagen immerhin sechs Auseinandersetzungen – drei Punktspiele und dann nochmal drei Matches in der Hauptrunde der Mini-WM – das alles auswärts! Der eigene Anspruch war hoch – auch hier sollten überzeugende Siege her. Dafür brauchte es natürlich frische und aufgeweckte Akteure, so dass die Trainer einheitlich beschlossen, nach den kräftezehrenden Auseinandersetzungen gegen Radeberg und Kamenz am 16.11. den Spielern eine Auszeit zur Regeneration zu gönnen und somit auf das Montagstraining verzichteten.

 

20.11.2025

Punktspiel 1: LHV Hoyerswerda II : HSV 1923 Pulsnitz   06:26 (01:14)

 

Am Donnerstag ging es dann also zum Nachhole-Spiel gegen den Tabellenletzten nach Hoyerswerda. Das überzeugende Torverhältnis konnte allerdings nicht darüber hinwegtäuschen, dass die Mannschaft irgendwie mit angezogener Handbremse spielte – so jedenfalls sah es der Trainer. Die Abwehr ließ die gewohnte Stabilität vermissen und auch im Angriff gab es Nachlässigkeiten – Dinge, die stärkere Gegner gnadenlos bestraft hätten. Vielleicht war es aber auch der immer ungefährdete Sieg und das Wissen um die noch kommenden Aufgaben, die im Unterbewusstsein der Jungs dazu aufforderten, auf der Platte doch einen Gang runterzuschalten.

 

22.11.2025

Punktspiel 2: LHV Hoyerswerda I : HSV 1923 Pulsnitz  09:24 (02:13)

Punktspiel 3: LHV Hoyerswerda I : HSV 1923 Pulsnitz  08:31 (05:16)

 

Zwei Tage später mussten wir in Radeberg kurioserweise gleich zweimal gegen Hoyerswerda I antreten. Leider war unser Gegner durch krankheitsbedingte Ausfälle so stark gehandicapt, dass er mit nur 6 Spielern auflaufen konnte, die dann die 4 Halbzeiten (total 60 min) durchspielen mussten. Hoechster Respekt der Mannschaft also dafür, dass sie die Herausforderung trotzdem annahm, nie aufsteckte und uns einen bravourösen Kampf lieferte. Trotz des Vorteils, dass unseren Jungs nur 5 gegnerische Feldspieler gegenüberstanden, verschliefen wir im ersten Spiel wieder einmal die Startphase. Auch im weiteren Spielverlauf zeigten sich in beiden Auseinandersetzungen trotz der erwartungsgemäß ungefährdeten Sieges die gleichen Schwächen und Nachlässigkeiten, wie wir sie schon zwei Tage zuvor beim Spiel gegen Hoyerswerda II beobachten konnten. Die Trainer waren sich nicht schlüssig und rätselten – war es tatsächlich ein Formtief oder sollten einfach nur Kräfte für die Mini-WM in Görlitz am nächstfolgenden Tag gespart werden? Ihnen war jedenfalls aufgrund der gezeigten Leistung der Mannschaft doch etwas Bange, wie sich der Auftritt am Sonntag in Görlitz gestalten würde.

 

Fazit: Vor den letzten 5 Spielen sind wir Tabellenerster mit 18:0 Punkten, einem Torverhältnis von 229:83, dicht gefolgt von Radeberg mit 16:4 Punkten, einem Torverhältnis von 218:126 und vier ausstehenden Begegnungen. Danach folgen Koenigsbrueck (10:8 / 128:131) und Kamenz (10:10 / 206:161).

 

In allen fünf Spielen gilt es, die Tabellenführung zu halten. Dafür müssen wir locker und frisch aufspielen, uns auf unser Potential besinnen und in den Partien wieder souverän agieren.

 

23.11.2025

Hauptrunde der Mini-WM in Görlitz

 

Am Sonntag ging es dann im Autokorso mit großer Fangemeinde und Pauken und Trompeten zu Hauptrunde ins 80km entfernte Görlitz, wo auf Holzparkett die Hauptrunde mit den Qualifikationsspielen zum WM-Finale in der Dresdner Handballarena ausgespielt wurden. Die Spannung war allen Beteiligten anzumerken, bewegten wir uns doch auf unbekanntem Terrain – sowohl bei der Örtlichkeit als auch (teilweise) bei den Gegnern.

Wir hatten das Handballfest zur Vorrunde in Pulsnitz noch in guter Erinnerung. Auch die Görlitzer machten den Tag für die beteiligten Mannschaften und das Publikum zu einer Mini-WM-Party, die noch lange im Gedächtnis bleiben wird – vielen Dank dafür! Es gab den Einlauf der Mannschaften mit Hymne und persönlicher Vorstellung der Spieler, Spielkommentare über Lautsprecher, abgeteilte Fanblocks, Kuchenbasar, Bratwurst und ein breites Sortiment an Getränken. Die Mannschaften Norwegen (Görlitz) Kasachstan (Schleife) Kuba (Kamenz) und Brasilien (wir!) hatten sogar speziell ausgezeichnete Kabinen  – kurz – alles war wie bei den „Großen“. Auf der Tribüne dominierten Spannung und Spaß, auf dem Parkett eher die Anspannung vor unserem ersten Spiel, in dem gleich unsere „Brasilianer“ ihren Auftritt gegen den Gruppenzweiten der Gruppe G – „Kuba“ (aka Kamenz) hatten.

 

Das Auftaktspiel gebührte traditionell den Hausherren und gab uns die Gelegenheit, die uns unbekannten Gegner aus Norwegen (Görlitz) und Kasachstan (Schleife)zu beobachten. Beide zeigten sich als ordentliche Handball-Kaliber auf hohem technischen und konditionellen Niveau, wobei die Platzherren, denen man das dreimalige Training pro Woche anmerkte, sich im Lausitzer Duell schlussendlich souverän durchsetzen konnten. Kasachstan blieb bis in die Schlussphase gefährlich, schien auf einmal eine „zweite Lunge“ zu haben und rückte den enteilten Norwegern in der Schlussphase doch noch einmal gefährlich auf den Leib. Dieses zweite Durchstarten kurz vor Spielende konnten wir später noch einmal in der Partie Kasachstan – Kuba beobachten, welches die Kasachen nach hartem Kampf für sich entschieden. Wir waren also gewarnt. Zunächst mussten wir aber gegen einen alten Bekannten aus der Vorrunde ran: Kuba (Kamenz).

 

Brasilien – Kuba    11:05 (07:02)

 

Schreck in der Anfangsminute! Die spät angereisten Kubaner hatten sich offensichtlich viel vorgenommen, stahlen unserer Mannschaft den Ball, gingen mit einem schnellen Konter in Führung und verteidigten anschließend engagiert den eigenen Kasten. Sollten unsere Befürchtungen wahr werden? Nein. Bei den Jungs gab es einen Ruck, auf einmal funktionierten Abwehr und Angriff wieder. Es wurde vorn wie hinten gefightet, kombiniert, assistiert und vor allem – gerannt. Der Lohn war ein 5-Tore Vorsprung zur Pause, den das Team bis zum Schluss vehement verteidigte. Die recht geringe Torausbeute zeugt davon, dass sich beide Mannschaften in einem Klasse-Spiel nichts schenkten und bis zur Sirene aufopferungsvoll um den Sieg rangen. Ein erster Schritt in Richtung Finale war getan. Nach diesem erfolgreichen Auftakt war die Mannschaft auf Spur und konnte nun selbstbewusst in die Partie gegen Kasachstan und Norwegen gehen.

 

Kasachstan – Brasilien    08:15 (05:07)

 

Bekanntlich ist im Handball neben Technik, Kondition und Einstellung der Spieler auch die Kenntnis der Stärken und Schwächen des Gegners für einen Erfolg entscheidend. Vor diesem Match kam es vor allem darauf an, dass die Trainer das Team entsprechend vorbereiteten. Die Kasachen erzielten ihre Erfolge vor allem über die Mitte mit drei großgewachsenen, technisch versierten und durchsetzungsfähigen Spieler/innen, denen wir in der Anfangsphase den Schneid abkaufen mussten. Dies gelang überzeugend, obwohl es zunächst galt, einen Rückstand aufzuholen. Den zur Mitte der ersten Halbzeit erkämpften Vorsprung bauten die Jungs bis zum Spielende aus. Die Mannschaft ließ den Ball laufen, überspielte den Gegner mit schnellen Kontern, zeigte aber auch im Stellungsspiel vor dem gegnerischen Tor gute Leistungen. Die Hauptlast hatte allerdings die Abwehr zu tragen – der Spielfluss der Kasachen wurde wiederholt und konsequent unterbrochen und ihre starken Angriffsspieler ebenso konsequent eng gedeckt und somit „entschärft“. Mit diesem hart erkämpften Sieg gegen einen tollen Gegner sicherten wir uns das Ticket zum Finale und gingen in eine kurze Pause.

 

Brasilien – Norwegen    15:17 (08:12)

 

Im für uns letzten Spiel des Tages wartete der ausgeruhte Favorit der Hauptrunde – die Jungs und Mädchen aus Norwegen (Görlitz/Cowig) auf uns. Trotz des gerade beendeten schweren Spiels gegen Kasachstan hatten wir uns vorgenommen, dem Gegner und dem Publikum eine Partie auf Augenhöhe zu liefern, was der Mannschaft über weite Strecken auch gut gelang. Wir gingen zunächst zwar in Führung, die frischen Norweger aber konnten bald ausgleichen und zogen zur Halbzeit auf 4 Tore davon. Lange schien es in der zweiten Halbzeit, dass wir uns mit diesem Resultat begnügen sollten. In den letzten fünf Minuten jedoch legte unsere Mannschaft einen so furiosen Endspurt auf die Platte, dass wir den Rückstand auf moderate zwei Tore verkürzen konnten. Für die Zuschauer war die Partie das pure Handballvergnügen. An der Leistung der Mannschaft gab es absolut nichts zu kritteln und wer weiß, was passiert wäre, hätten wir noch weitere 3 Minuten mehr Zeit gehabt…. 😊

 

Egal – unsere Jungs der E-Jugend haben mit überzeugenden Leistungen in Vor- und Hauptrunde gezeigt, dass sie in der Spitze der Liga mithalten können und somit verdient das Ticket zum Finale am 20.12. nach Dresden gelöst. Dresden – wir kommen!

 

…und das nicht nur mit einer Mannschaft, auf die Trainer und Publikum stolz sind, sondern auch mit einer Fangemeinde, die lautstark mit Pauken, Trompeten, aufmunternden und tröstenden Worten als 7. Spieler jederzeit geschlossen hinter der Mannschaft steht. Danke dafür!

 

Team bei der Mini WM:

           L. Schölzel, L. Samoila, J. Hommel, P. Fuchs

K. Heinrich (15), B. Schwenke (13), A. Dietze (3), W. Schubert (1), L. Beck, L. Mager (6), P. Kandziora (1), J. Berthold, B. Leonardt (2), J. Zumpe, D. Neumann, L. Richter

 

Trainerteam:

Jacqueline Graff, Michaela Neu, Michael Schwenke

 

Jacqueline Graff

 

Bild zur Meldung: MJE: E-Jugend meistert “Englische Woche” mit Bravour - 6 erfolgreiche Auftritte in nur 4 Tagen

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