M2: Wertvoller Test im Landskron-Pokal
HSV 1923 Pulsnitz 2. - Union Chemnitz 23:41 (12:18)
Durch den Pokalsieg in der Region Ostsachsen 2025/26 qualifizierte sich die 2. Männermannschaft des HSV für den Landskron-Pokal oder umgangssprachlich Sachsenpokal. Gegner in der 1. Runde die höherklassige Mannschaft von Union Chemnitz, Verbandsligist der Staffel West.
Die Favoritenrolle war klar verteilt, für unsere Männer ging es darum den Gast solange wie möglich zu ärgern und vor einige Aufgaben zustellen. An eine mögliche Sensation glaubte wohl keiner so recht.
Wie schwer die Aufgabe wird, zeigten schon die ersten Minuten, denn nach 4 Minuten hatten die Chemnitzer ein 1:4 vorgelegt. Da aber auch S. Beyer, einer der 3 Torhüter im Aufgebot, wieder einen starken Tag erwischte und den ein oder anderen Freien wegnahm, war der HSV nach 8 Minuten beim 4:5 wieder dran. Doch mit zunehmender Spieldauer zeigte die offensive Abwehr der Gäste immer mehr Wirkung, zwang die Pulsnitzer teilweise ins Zeitspiel mit Abschlüssen, die nicht zwingend waren oder einfach nicht den Weg ins Viereckige fanden oder auch ans Aluminium knallten. Der Gast meist im direkten Gegenzug erfolgreicher. Damit wuchs der Vorsprung wieder, so dass die HSV-Bank in der 16. Minute, beim Stand von 5:9, zum Gespräch bat. In der Folge hatte die 4-5 Toredifferenz, trotz Umstellungen weiter Bestand. Rückstandsverkürzung war mit Kampf und Leidenschaft, aber vorerst nicht möglich. 5 Minuten vor dem Kabinengang, beim Stand von 10:14, gab es Redebedarf beim Favoriten. Direkt nach dieser Auszeit glänzte der HSV-Keeper erneut und im Gegenzug verkürzte R. Schöne auf -3. Hoffnung keimte auf, doch symptomatisch für das Spiel, statt mit einem möglichen 13:17 in die Pause zugehen, wurde die Chance verdattelt und im Konter gab es 1 Sekunde vor der Sirene das +6 für die Unioner.
Nach der Halbzeitpause wurde im Tor gewechselt, K. Hoppe versuchte nun sein Glück. Der Gegner erhöhte die Schlagzahl. Wann immer es möglich war griff die Gäste-Bank zum 7 gegen 6, um Überzahl zu schaffen oder nahm den eigenen Torhüter heraus, um eine eigene Unterzahl zu kompensieren. Dies war ebenfalls nicht wirkungslos, spiegelte sich im Ausbau des Vorsprunges wider. So war es nach 35 Minuten erstmals ein 10 Tore-Rückstand, dem unsere Männer hinterher liefen. Dazu kamen, die sich häufenden und manchmal Fragezeichen hinterlassenden, 2 Minutenstrafen. Die Pulsnitzer kassierten derer 7 im Spiel, heißt im Umkehrschluss, fast eine Viertelstunde des Spieles in Unterzahl. Auf der Gegenseite waren es (nur) 3...... Ein ausgebuffter Verbandsligist nutzt natürlich diese Überzahlsituationen und räumte im Positionsspiel, wie schon in Halbzeit 1, immer wieder erfolgreich auf Rechtsaußen ab. So ging es über die Spielstände 14:26 und 15:29, darin eingebunden eine Auszeit der Gastgeber. Die HSV-Männer kämpften um jedes Tor, welches dann von der gutgefüllten Halle lautstark gefeiert wurde und das bis zum Schlusspfiff. Auch ein gehaltener Strafwurf durch A. Zschaler, mittlerweile als 3. Torhüter im Einsatz, ließ den Lärmpegel in der Halle noch einmal anwachsen. Die längst entschiedene Partie bog damit auf die Ziellinie ein. Am Ende ist das Normale eingetreten, jedoch nicht das Endergebnis oder dessen Verlauf ist das primäre, sondern der Kampf, die Geschlossenheit und das Nichtaufstecken der Mannschaft, was auch vom Publikum erkannt und honoriert wurde.
Es war auf jeden Fall ein guter Test und eine Erfahrung für die kommenden Aufgaben, so sah es auch Trainer D. Zerbst.
Nach diesem Pokal-Ausflug geht es am nächsten Samstag wieder um Meisterschaftspunkte und das mit einem Kracher. Es ist das Spitzenspiel gegen den verlustpunktfreien und aktuellen Tabellenzweiten HVH Kamenz, der bisher 2 Spiele weniger absolvierte. 17 Uhr ist Anwurf an der Hempelstrasse vor einer hoffentlich stimmungsvollen HSV-Kulisse.
(StB)
Für den HSV 1923 Pulsnitz 2. spielten:
Ronny Kuban; John Eppendorfer (1); Paul-Sebastian Bach (1); David Gersdorf (7/2); Stefan Lembke (1); Jakob Fritsche (6); Sebastian Weißbach; Ronny Schöne (3); Christopher Hommel (1); Oliver Wendt (1); Jannis Bulla (2); Im Tor: Steve Beyer; Kevin Hoppe; Aron Zschaler
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