M3: HSV-Männer scheitern ein Stück weit an sich selbst und müssen sich am Ende knapp geschlagen geben
SV Koweg Görlitz 3. - HSV 1923 Pulsnitz 3. 25:22 (13:07)
Mit ganz schmalem Kader, nämlich ohne Wechselspieler, machte sich die Dritte des HSV auf den Weg in die Neißestadt. Die Schwere der Aufgabe gegen ausgebuffte Görlitzer war somit vorbestimmt, auch wenn es von der tabellarischen Ansetzung Dritter gegen Vierter hieß.
Beide Teams mühten sich in die Begegnung. Nach dem Eins beide, dauerte es bis zur 7. Minute ehe der nächste Treffer fiel. Ausgeglichen ging es bis zum 5:5 nach 14 Minuten weiter. Nun kam die Zeit von N. Oswald der einen Strafwurf parierte und nachfolgend 2 Freie abwehrte. Mit 13 Paraden im 1. Durchgang hielt er seine Mannschaftskameraden im Spiel und ließ das Görlitzer Publikum hin und wieder verstummen. Doch im Abschluss häuften sich die Fehler unserer Männer, bedeutete zu diesem Zeitpunkt 9 Minuten kein eigenes Tor, was die Gastgeber wiederum zur 9:5-Führung nutzten, obwohl die auch so ihre Problemchen hatten. Nach einer 2-Minuten-Unterzahl folgte 5 Minuten vor der Pause, beim Spielstand von 10:6, die Auszeit der HSV-Bank. Es galt die Koweg-Abwehr mehr in Bewegung zu bringen, Lücken zu schaffen und die Abschlussquote, die in den ersten 30 Minuten nicht über der 40%-Marke lag, wesentlich zu verbessern. So mussten die Pulsnitzer einen unnötigen 6-Tore-Rückstand, als Hypothek für die 2. Hälfte, mit in die Kabine nehmen.
Der 2. Abschnitt begann wieder mit einer guten Aktion des HSV-Schlussmannes, denn der wehrte den nächsten Strafwurf ab. Doch der Rückstand blieb vorerst weiter bei minus 6 (15:9 / 17:11). Die Chancenverwertung wurde zwar nach dem Seitenwechsel verbessert, jedoch noch nicht in dem notwendigen Maß, da heute der Angriffs-Support nicht so liefern konnte, wie erhofft und nötig. Nach der Gäste-Auszeit in der 48. Minute, beim Stand von 20:13, legten unsere Männer trotz personellem Engpass nochmal eine Schippe drauf, da auch Koweg kräftemäßig Tribut zollen musste. Beim Stand von 22:16 ließ der HSV nochmal 3 Treffer am Stück, bis 5 Minuten vor dem Ende, folgen. Der nachfolgende Konter hätte das 22:20 bedeuten können, wenn, ja wenn das Spielgerät den Weg ins Tor gefunden hätte. Symptomatisch für das heutige Spiel. So blieb es beim 3 Tore-Vorsprung der Görlitzer, den sie mit dem nächsten Treffer veredelten und den Sieg über die Ziellinie brachten.
Der HSV stand sich heute ein ums andere Mal selbst im Weg, wenn es darum ging gute Chancen im Görlitzer Tor unterzubringen. Die 2. Halbzeit mit +3 gewonnen zu haben, ist da freilich nur ein schwacher Trost.
Nun ist bis zum 22.02. Spielpause, dann heißt es aber Viertelfinale im Ostsachsenokal. Die Dritte empfängt 14 Uhr die Zusestädter vom LHV Hoyerswerda 2., die eine Liga höher spielen. Somit ist die Favoritenfrage natürlich beantwortet, es ist aber Pokal........
Gleich danach (Anwurf 16 Uhr) folgt das 2. Viertelfinale zwischen der SG Oberlichtenau und dem HSV 1923 Pulsnitz 2., da sind es unsere Männer, die eine Klasse höher unterwegs sind. Das alles verspricht einen wunderbaren und hoffentlich spannenden Pokal-Hallennachmittag.
(StB)
Für den HSV 1923 Pulsnitz 3. spielten:
Tobias Kuhnert (4/2); Kevin Reisner (2); Paul-Sebastian Bach (7); Oliver Wendt (4); Christopher Hommel (3); Lucas Hommel (2); Im Tor: Nicklas Oswald
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