MJD: In Hoywoy unterlegen, aber nicht enttäuscht

01.​02.​2026

LHV Hoyerswerda - HSV 1923 Pulsnitz     23:19 (10:07)

 

Hoyerswerda ist und war in Sachen Handball schon immer ein heißes Pflaster. Hier wurden auch im Nachwuchs, in der näheren, aber auch in der länger zurückliegenden Vergangenheit große Kämpfe ausgetragen, mal erfolgreich und mal weniger für die Pulsnitzer.

Unseren Jungs war klar, der Gastgeber wollte sich für die Vorrunden-Niederlage in Pulsnitz revanchieren. Dass sie es ernst nahmen, davon zeugte auch ein volles LHV-Spielerprotokoll.

 

Beide Fanlager waren bestens aufgestellt, so dass es lautstark und stimmungsvoll in die Partie ging.

Die Zusestädter kamen schnell zur Sache und führten nach 5 Minuten mit 3:0. Weitere 180 Sekunden später war der HSV mit dem 3:3-Ausgleich zur Stelle. Schon in dieser Phase musste die HSV-Bank die etwas windige 2-Linien-Abwehr der Gastgeber bei den guten Hoyerswerdaer Schiedsrichtern monieren, die eher einer 5:1-Abwehr, als der geforderten 1:5-Abwehr glich und somit nach einer verkappten Manndeckung gegen K. Böhme aussah. Ähnlich war es beim ersten Aufeinandertreffen.

Die Abwehr stand nicht schlecht, unsere Jungs hatten aber Probleme im Angriff, zu wenig Bewegung und Unterstützung für den Ballführenden. Der LHV hatte schnell den Taktgeber des HSV-Spiels identifiziert, der nun in der Nahwurfzone teilweise gedoppelt wurde. Somit lag die Trefferquote im 1. Durchgang nur bei 50%. Bis zur 12. Minute enteilten die Hausherren auf 7:3, was sofort die Auszeit der Gäste nach sich zog. Unsere Jungs kämpften, konnten aber nicht entscheidend verkürzen oder gar ausgleichen. 3 Minuten vor dem Pausenpfiff, beim Stand von 9:6, die Auszeit der LHV-Bank. Es war eine erste Halbzeit, in der die Abwehrreihen dominierten, was nur 17 Treffer bis zur Pause bedeutete.

 

Aufmunterung in der Kabine, ein 3-Tore-Rückstand im Handball überhaupt kein Problem, wenn man die bis dato aufgetretenen Fehler abstellen oder minimieren kann.

 

Motiviert vollzog man den Seitenwechsel. Doch in den Folgeminuten lief der HSV weiter einem 3-4 Tore-Rückstand hinterher. In der 28. Minute dann endlich war unsere Mannschaft auf 2 Tore heran (15:13 / 16:14), auch weil die Chancenverwertung im 2. Abschnitt auf 70% gesteigert wurde. Aber immer, wenn es um den direkten Anschluss, die Schlagdistanz ging, bestrafte sich die Mannschaft mit Schrittfehlern oder Doppeldribblings selbst. Den Nutzen zog der Gastgeber heraus und war beim 18:14 wieder mit +4 weg und noch 10 Minuten auf der Hallenuhr. Diese Schlussminuten brachten keine wesentliche Änderung mehr, unsere Jungs gaben nie auf und mühten sich, der LHV aber immer mit der entsprechenden Antwort.

 

Da es in dieser Staffel keine leichten Spiele mehr gibt, kann auch von Enttäuschung keine Rede sein..... und es gibt noch das Rückspiel. 

Vielen Dank an alle Mitgereisten für die tolle Unterstützung.

 

Nun sind erstmal Ferien. Am 28.02. geht es mit einem Auswärtsspiel weiter. In Sohland ist 12 Uhr Anwurf gegen die SG Cunewalde/Sohland, den derzeitigen Tabellensechsten. Hier sollte wieder für ein Positiv-Erlebnis gesorgt werden.

(StB)

 

Für den HSV 1923 Pulsnitz spielten:

Konrad Böhme (9/5); Liam Schulz; Luis Becker (2); Oskar Anderlik (3); Amadeo Berger; Mathis Hanusch; Gustav Christoph; Jayden Graff; Louis Rauschenbach; Mats Mager (5); Aaron Haase; Im Tor: Cornelius Busch; Norwin Weber

 

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