M3: Die Lok mit minimalem Kader auf`s Abstellgleis manövriert
SV Lok Königsbrück - HSV 1923 Pulsnitz 3. 30:33 (11:19)
Die HSV-Männer brachen ohne Wechselspieler zum letzten Match des Jahres auf, um das scheinbar Unmögliche doch wahr zu machen. Nachdem im Vorspiel die 2. Frauen des HSV bereits mit beiden Punkten die Platte verließ, wollten auch die Männer nachziehen.
Mit einer Start-Ziel-Führung gab der schmale HSV-Kader die Antwort. Nach der 0:2-Führung der Gäste kamen die Königsbrücker erst nach 5 Minuten auf die Anzeigetafel, da unsere Männer in der Defensive nichts zuließen. Auch im weiteren Verlauf enteilten sie bis zur 9. Minute auf 1:6. Die Gastgeber sichtlich beeindruckt, waren nach 11 Minuten mit ihrer ersten Auszeit zur Stelle. Gleich anschließend parierte N. Oswald einen Strafwurf, Balsam für die eigene Motivation. Im Gegenzug konnte D. Gersdorf den Strafwurf nicht unterbringen, jedoch der Abpraller saß, Big-Points im Spielverlauf. Der Vorsprung blieb vorerst bei 5-6 Tore für den HSV (3:8 / 5:11 / 11:16). 7 Minuten vor dem Seitenwechsel war die HSV-Bank mit der Auszeit dran, auch um einfach mal Luft zu holen. Durch Ballgewinne kurz vor der Pause, kamen noch 3 HSV-Treffer am Stück dazu, was eine komfortable 8-Tore-Führung nach den ersten 30 Minuten bedeutete.
Die Frage war, wie lange hält die Kraft und Kondition beim dezimierten HSV. Die Motivation und Stimmung in der Kabine konnte jedoch nicht besser sein.
Nach dem Seitenwechsel war das Ansinnen der Gastgeber klar erkennbar. Man wollte mit mehr Körperlichkeit und offensiverer Abwehr die Aufholjagd starten. Tatsächlich setzten sie unsere Mannschaft unter Druck, konnten auch den ein oder anderen Treffer aufholen, aber in die viel zitierte Schlagdistanz kamen sie nie, da die HSV-Männer immer eine Antwort parat hatten und in der Abwehr weiter präsent waren. Das zeigen die Spielstände 16:21 / 19:24 und 22:26 bis Mitte der 2. Hälfte. Dann mussten die umsichtigen Schiedsrichter das Spiel kurzzeitig unterbrechen, da es von Königsbrücker Zuschauern zu unqualifizierten und beleidigenden Äußerungen kam, was ein No-Go ist. Auf der Platte setzte die HSV-Bank die verbleibenden 2 Auszeiten wohldosierend ein, um den Spielfluss der Gastgeber zu stören und den eigenen Spielern Zeit zum Luft holen zu generieren. Der Vorsprung pegelte sich nun bei +4 ein. 2 Minuten vor dem Abpfiff, beim Stand von 28:32, Siebenmeter für die Pulsnitzer. T. Kuhnert netzte zum 33. Treffer ein und machte endgültig den Deckel drauf.
Mit einer kämpferisch starken Mannschaftsleistung, die Wille und Motivation verkörperte, siegen die HSV-Männer in Königsbrück und schaffen einen gelungenen Jahresabschluss. Vor dieser Leistung muss man den Hut ziehen.
Die Dritte verabschiedet sich mit Platz 6 in die Weihnachtspause. Der nächste Auftritt findet am 11.01.26, zum Start in die Rückrunde, statt. Dann geht es 13 Uhr in Radeberg gegen deren Dritte.
(StB)
Für den HSV 1923 Pulsnitz 3. spielten:
Tobias Kuhnert (10/2); David Gersdorf (8/1); Kevin Reisner (2); Christopher Hommel (3); Peter Brückner (4); Paul-Sebastian Bach (6); Im Tor: Nicklas Oswald
Bild zur Meldung: M3: Die Lok mit minimalem Kader auf`s Abstellgleis manövriert