M2: Der HSV enttäuscht beim proklamierten Derby
Radeberger SV 2. - HSV 1923 Pulsnitz 2. 33:20 (16:10)
Die Rollenverteilung war vor dem Anwurf klar, die Bierstädter Dritter der Tabelle somit Favorit, der HSV zur Zeit Achter, in Sachen Abstieg erstmal aus dem Gröbsten raus, aber lange noch nicht sicher, wie das Spiel zeigen sollte.
In der Anfangsviertelstunde war der HSV noch ebenbürtig und glich den knappen Rückstand immer wieder aus (3:3 / 5:5 und 8:8). Die Gastgeber konzentrierten sich in dieser Phase in ihrer Abwehrarbeit auf J. Eppendorfer, der bei seinen Angriffsbemühungen meist aktiv begleitet wurde. Nach der Radeberger Auszeit in der 15. Minute setzten sie mehr Akzente und sich erstmals mit 11:8 ab. Bei den Pulsnitzern hingegen nahm die Fehlerquote zu. 10 Treffer im 1. Durchgang, bei 13 Fehlwürfen sind einfach zu wenig. Der RSV nun häufig über die Außenpositionen erfolgreich, stellte nach dem 12:10 der HSV-Männer mit 4 Toren in Folge den Pausenstand von 16:10 her, an der auch die zwischenzeitliche Auszeit der HSV-Bank nichts änderte.
Wer nach dem Wiederanpfiff mit einem Aufbäumen der Gäste rechnete, wurde leider enttäuscht. Die Hausherren erhöhten auf 8 Tore vor und die Zweite der Pfefferkuchenstädter hatte Mühe die gegnerische Abwehr in Bewegung zu bringen, klare Chancen herauszuspielen und damit vor Probleme zu stellen. Beleg dafür, bis zur 42. Minute wurden gerademal 3 Tore geworfen. Die Bierstädter kamen nun zu einfachen Treffern und nutzten die HSV-Fehler im Angriffsspiel mit schnellen Gegenstößen. So fielen weitere 4 Gegentreffer am Stück zum 24:13. Gab es doch mal die Chance zum Erfolg mit einem sogenannten „Freien“, dann war öfters Endstation beim Radeberger Torwart. So waren es im 2. Abschnitt auch nur 10 eigene Tore, zu wenig um den Tabellendritten irgendwie in Verlegenheit zu bringen, der seinerseits den Vorsprung ausbaute. So war es am Ende eine enttäuschende Leistung und eine folgerichtige Niederlage, auch in dieser Höhe.
Trainer D. Zerbst war nach dem Abpfiff zu recht angefressen, ob diesen Auftritts seiner Mannschaft:
„Man kann gegen den Tabellendritten verlieren, aber das „Wie“ ist nicht akzeptabel. Es geht weiterhin gegen den Abstieg, obwohl die Mannschaft in den letzen Spielen gezeigt hat, was sie zu leisten vermag.“
Im Abstiegskampf müssen Emotionen, Mannschaftsgeist, unbändiger Wille und Kampf ganz oben auf der Tagesordnung stehen, alles heute irgendwie (leider) Fehlanzeige, zumindest in der Außendarstellung.
Am kommenden Sonntag, empfängt der HSV die Vertretung von der SG Sohland/Friedersdorf. Dann sollte in eigener Halle mit einer gehörigen Leistungssteigerung und „Schaum vor dem Mund“ wieder etwas für das Punktekonto getan und dieses Spiel vergessen gemacht werden. Anwurf ist 12 Uhr und gleichzeitig Auftakt zum Heimspiel-Sonntag mit der notwendigen Unterstützung von den Rängen.
(StB)
Für den HSV 1923 Pulsnitz 2. spielten:
John Eppendorfer (2); Justus Lieback (2); Rene` Hanßke (3); Jannis Bulla (1); Jonas Richter (1), Marco Liese (1); Paul-Sebastian Bach; Leon Gebler (7/3); Marvin Kühne (3); Maurice-Pascal Ludwig; Dennis Bienek; Oliver Wendt; Im Tor: Kevin Hoppe; Justin Lindner
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